PRESSE - TRADITIONELLES THEATER

Letschti Liebi Winter 2012/2013

".. Anny Weiler als Rosa lässt zusammen mit Jörg Schneider nebst Zärtlichkeit und Zorn auch immer wieder herrliche Italianità aufblitzen...."
Tagesanzeiger November 2012

"... Was das absolut souveräne Schauspieler-Trio dem Publikum zwei Stunden lang bietet, ist nicht nur beste Unterhaltung mit unzähligen, witzigen Pointen, sondern es geht auch, so ab-
genutzt dies klingen mag, ans Herz." .... " Gar nicht begeistert von der sich zaghaft anbahnenden Liebesbeziehung ist Raffaeles Schwester Rosa - Anny Weiler mit wunderbarem italienischen Akzent...." NZZ 12.1.2013

weitere Ausschnitte aus Kritiken

Zofen von Jean Genet“: Claire - …die je länger, je stärker ganz aus sich selbst zu spielen schien. Im Verlauf des Abends näherten sich die beiden (Claire und Solange) dem Rang grosser, leidenschaftlicher Tragödinnen.

„Klau mir eine Milliarde von Arrabal“ – Ihrer Doppelrolle auch vollkommen gerecht wurde auch A.W.

„Bis zum Aeussersten“ von Mastrosimone: A.W als Terry hat einen schönen Moment als sie von ihrer eigenen Vergewaltigung spricht… wirkt in ihrer Rolle ebenfalls überzeugend. … Was die vier Darstellerinnen hier bieten, ist überwältigend…

„Irene“ von Oehninger: A.W. die resignierte, alternde Prostituierte wirkt so spontan, dass die Fiktion, es handle sich um drei Schauspielerinnen, die Irenes Leben darstellen, in den Hintergrund rückt. … A.W. erschüttert als alternde Dirne, die im Rückblick auf ihr Leben resigniert und nur noch zu ihrem Kanarienvogel eine emotionale Beziehung hat.

„What’s up Mrs. Markham?“ A.W. bringt als Linda Lodge geschickt viel Komik ins Ganze….. platzt souverän ins Ganze und sorgt dafür, dass der Karren nie stillsteht.

Geschlossene Gesellschaft von Sartre: A.W. versteht es, das Harte, sehr maskuline der Ines, von ihrer Verletzbarkeit, ihrer – manchmal durchschimmernden Weichheit abzugenzen. … Ob Stimme, Gestik oder Mimik, es war alles überzeugend. Ich kann mir sie gar nicht anders vorstellen denn als Ines. (aus einem Brief)….Durchgängig präsent bleibt A.W., die wie selbstverständlich der Rolle einer lesbischen, älteren Frau gerecht wird. Sehr ungebrochen und klar spielt sie diesen komplexen Part.

„Völlig g’shopt“ Kabarett im Goldige Schluuch Winterthur…. Zur brillanten Konsum-Groteske gerät der Auftritt von A.W. als Shoppy Märli-Tante, die Rothkäppchen mit Werbeeinlagen erzählt. ….

„Belagerungszustand“ von Camus: … einen Hauch von wirklicher Dämonie bringt A.W. ins Spiel, die die ausufernden Wortkaskaden mit imponierendem Anstand bewältigt. …

„Schwester Georg muss sterben“ von Marcus: ….A.W. gelingt es, mit Intrigen in das lesbische Verhältnis der beiden anderen Frauen einzudringen und Alice für sich zu gewinnen. … Die anspruchvollen Rollen wurden mit grosser Intensität und in vorzüglichem Tempo dargeboten.

„Krieg im dritten Stock“ von Kohout: …. Als Blahas Frau verkörpert A.W. eine hausfrauliche Person, die erst passiv, immer mehr in den Strudel der Ereignisse hineingezogen und zur treibenden Kraft wird. „Hurra, hurra“ wird sie zuletzt ihrem Mann zurufen, „wir siegen!“ und steht am Ende vor einem Scherbenhaufen.

Disparition 2010